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Promega GmbH 

Zusammenfassung Journalisten-Workshop Promega, 9. November 2006 (Berlin) und 10. Mai 2006, Hamburg

 

Workshop vom 9. November 2006 in Berlin

Thema: Trends der Biotechnologie

Das Feld der Biotechnologie ist groß – aber hinter welchen Forschungsbereichen verbergen sich zukunftsträchtige Perspektiven? Und welche Aspekte verdienen unsere besondere Aufmerksamkeit?
Der Journalisten-Workshop „Trends der Biotechnologie“ (Berlin, 9. November 2006) lieferte Antworten auf diese Fragen und gab den Teilnehmern die Möglichkeit, einige Entwicklungen in der Biotechnologie näher kennen zu lernen.
Dr. Peter Quick, Geschäftsführer der Promega GmbH gab einleitend Einblicke in den Status quo und die Trends der Biotech-Landschaft Deutschland. Hierbei erläuterte er die verschiedenen Felder der Biotechnologie, deren Bedeutung und Ausprägung sowie deren Zukunftschancen innerhalb der deutschen und auch internationalen Biotech-Landschaft.
Im Anschluss referierte Dr. Christoph Gauer, Advalytix GmbH, zum Thema Nanotechnologie. Er vermittelte den Workshop-Teilnehmern die Historie, den gegenwärtigen Forschungsstand sowie mögliches Entwicklungs- und Nutzungspotential der Nanotechnologie, insbesondere im Bereich Life Sciences und Diagnostik.
Abschließend erläuterte Dr. Horst Spielmann, Leiter der Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch (ZEBET), die Arbeit des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und der ZEBET sowie die Ziele von REACH (Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals). Hierzu betrachtete er die wesentlichen Elemente von REACH, zeigte die Position des BfR/der ZEBET auf und beleuchtete REACH im Wandel der Zeit.

Sollten Sie Interesse an den Vortragspräsentationen haben, wenden Sie sich bitte an Dr. Anette Schwenzer, anette.schwenzer@promega.com, Tel. 0621-8501-110.

 

Workshop vom 10. Mai  2006 in Hamburg

Thema: Bereich der Biotechnologie – Perspektiven für den Forschungsstandort Deutschland

Teilnehmer (von links nach rechts):

  • Dr. Peter Quick, Promega GmbH, Mannheim
  • Dr. Holger Zinke, Brain AG, Zwingenberg
  • Dr. Hans-Georg Opitz, Heidelberg Pharma GmbH, Ladenburg
  • Prof. Dr. Tillmann Harder, Institute for Chemistry and Biology of the Marine Environment (ICBM), Oldenburg

Die Teilnehmer diskutierten den Stellenwert der einzelnen „Farb“-Bereiche der Biotechnologie und sprachen mit den Journalisten insbesondere über die Entwicklung und den Status Quo der Grünen Biotechnologie.

Zur Grünen Biotechnologie: Die Referenten stellten übereinstimmend fest, dass die Rahmenbedingungen in Deutschland kein international wettbewerbsfähiges Potenzial für diesen Bereich der Biotechnologie mehr ermöglichen, das Chancen-Zeitfenster schließt sich.

Dr. Opitz gab einen Überblick über die Geschichte der Biotechnologie in Deutschland. 1980 habe Bayer mit Faktor VII ein rekombinantes gentechnisch hergestelltes Medikament entwickelt.

Damals habe es großen Widerstand in Deutschland gegeben. Aufgrund dessen sei es für Wissenschaft und Industrie fast unmöglich gewesen, weitere gentechnisch veränderte Produkte zu entwickeln. Die USA seien damals schon Vorreiter in der Entwicklung wichtiger gentechnisch veränderter Produkte gewesen. Deutschland habe mittlerweile den Anschluss verloren und spiele im „Konzert der Länder“ in diesem Bereich praktisch keine Rolle mehr.

Vor diesem Hintergrund wunderte sich Dr. Zinke über einen kürzlich vom Büro für Technikfolgenabschätzung erstellten Report, der erneut auf die Auswirkungen des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen eingeht.

Die Referenten und Journalisten sahen folgende Aspekte als Hindernisse für die Entwicklung der Grünen Biotechnologie in Deutschland an:

  • Die Bevölkerung habe kein Vertrauen, u.a. da aus wissenschaftlichen Labors wenige Informationen nach außen dringen.
  • Es gebe keine gentechnisch veränderten Produkte, die Vertrauen schaffen können.
    Um den Aspekt des „Vertrauens“ entstand dann eine längere Diskussion. So meinte Prof. Harder, dass dies ein gefährliches Wort sei. Es ginge nicht um Vertrauen, vielmehr sei der Sicherheitsaspekt wichtig.

Dr. Quick führte aus, dass Gentechnologie weiterhin von der Bevölkerung als Risikotechnologie wahrgenommen werde. Aufgrund der in Deutschland vorhandenen Emotionen in Bezug auf diesen Bereich der Biotechnologie sei der Standort Deutschland mit Fragezeichen versehen. Gleichzeitig verliert Deutschland durch die Konsolidierung in der pharmazeutischen Industrie an Forschungs- und Entwicklungskraft.

Referenten und Journalisten zeigten folgende Lösungsmöglichkeiten auf:

  • Nutzen der Gentechnologie bzw. gentechnisch veränderter Lebensmittel muss deutlicher und öfter dargestellt werden.
  • Opitz plädierte für eine Kommission, die Nahrungsmittel überprüft.
  • Bevölkerung müsse mehr darüber informiert werden, was in den Lebensmitteln enthalten sei und wie sie produziert werden.

Des Weiteren war Thema der Podiumsdiskussion die Rote Biotechnologie. Diese werde bei weitem nicht so diskutiert wie die Grüne Biotechnologie, da sie als Strategie zur Bekämpfung von Krankheiten anerkannt sei.

Eine Journalistin stellte die Frage, ob es sich bei der Roten Biotechnologie nicht zunehmend um selektive, da personalisierte Medizin handele. Schließlich seien dann bestimmte Medikamente nur für eine eingegrenzte, ggf. vermögendere Gruppe anwendbar.

Dr. Quick sieht als Stärke des Standort Deutschlands insbesondere die Diagnostik. Hier sei das Land führend und stark. Als problematisch sahen die Referenten Opitz und Zinke aber die Mentalität der Deutschen für die Weiterentwicklung neuer Produkte bzw. Bereiche der Biotechnologie. „Hier herrscht eine Kultur des Bewertens und nicht des Innovativen“, führten beide aus. Aufgrund dessen könne man vieles, was möglich wäre, nicht leisten.

 

Informationen zu den Teilnehmern der Podiumsdiskussion

Prof. Dr. Tilmann Harder
Professor Tilmann Harder ist Chemiker und leitet seit 2003 die Arbeitsgruppe Umweltbio-chemie am Institut für Chemie und Biologie des Meeres an der Universität Oldenburg. Schwerpunkte seiner Forschung sind chemisch-ökologische Prozesse im aquatischen Milieu; speziell die Identifizierung und Analytik mariner Naturstoffe, welche als Infochemikalien die Substratwahl sesshafter mariner Organismen steuern. Von 1997 bis 2002 hat sich Dr. Har-der an der Hong Kong University of Science and Technology mit der Untersuchung mariti-men Foulings im tropischen Milieu beschäftigt.

Dr. Hans-Georg Opitz
Dr. Hans-Georg Opitz ist CSO, Executive Vice President Science & Manufacturing und Gründer der Heidelberg Pharma GmbH in Ladenburg. Zuvor hatte Dr. Opitz den Posten des IHCS Program Director of Virology bei der Roche Diagnostics GmbH inne. Davor war er neun Jahre bei der Boehringer Mannheim GmbH als Vice President Medical Research / Mo-lecular Pharmacology tätig. Dr. Opitz arbeitete 13 Jahre bei der Bayer AG und ihren Toch-tergesellschaften. Er baute das Bayer Biotech Centre in Berkeley/USA auf und war maßgeb-lich an der Entwicklung des Recombinant Factor VIII beteiligt. Insgesamt kann Dr. Opitz auf mehr als 25 Jahre Erfahrung im Bereich der pharmazeutischen Industrie zurückblicken.

Dr. Peter Quick
Dr. Peter Quick ist Geschäftsführer der Promega GmbH, die er im April 1997 in Mannheim gründete. Er engagiert sich seit Jahren mit Nachdruck für die breitere Vermittlung biologi-schen Wissens in der Gesellschaft und für eine bessere Information des Bürgers über die Bedeutung des biotechnologischen Fortschritts.

Dr. Holger Zinke
Dr. Holger Zinke ist Molekularbiologe und seit 1993 Vorstandsvorsitzender der von ihm mit-gegründeten BRAIN AG (Biotechnology Research And Information Network), Zwingenberg, Hessen. Die BRAIN AG, ein im Bereich Enzyme, Biokatalysatoren und Naturstoffentwicklung tätiges Biotechnologieunternehmen, kooperiert mit Unternehmen der Fein- und Spezialchemie. Dr. Zinke studierte Mikrobiologie und Biochemie in Darmstadt.

Hier finden Sie die Workshops von 2005


Mit regelmäßigen Journalisten-Workshops möchten wir als führendes Life-Science Unternehmen Pressevertreter über aktuelle Entwicklungen in der Biologie/Biotechnologie informieren. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme. Interessiert? Dann melden Sie sich bitte hier an oder setzen Sie sich bitte mit Frau Dr. Anette Schwenzer oder Frau Jessica Amthor in Verbindung.

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Infos über den letzten Workshop "Zukunft der Genomforschung" im November 2005 finden Sie hier