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Abstracts vorangegangener
Seminare
Petra Numrich, Promega GmbH, Mannheim:
"Principles and Applications of Promega`s Luciferase Reporter Assays/"Prinzipien
und Anwendungen der Luciferase Reportergensysteme von Promega"
Genetic reporter systems are widely used to study eukaryotic gene
expression and cellular physiology. Applications include the study of receptor activity,
transcription factors, intracellular signalling, mRNA processing and protein folding. The
firefly luciferase gene is highly effective for this purpose because the luciferase assay
is extremely sensitive, rapid, easy to perform and relatively inexpensive. Promega's
Luciferase Assay Systems are substantially improved over conventional assay methods in
both sensitivity and simplicity.
To improve experimental accuracy, dual
reporters are commonly used. The term dual reporter refers to the simultaneous
expression and measurement of two individual reporter enzymes within a single system.
Promega's Dual-Luciferase® Reporter (DLRTM) Assay System provides
an efficient means of performing dual reporter assays. In the DLRTM Assay, the
activities of firefly (Photinus pyralis) and Renilla (Renilla
reniformis, also known as sea pansy) luciferases are measured sequentially from a
single sample. Recently, Promega introduced the Renilla Luciferase Assay System,
which provides an extremely sensitive, simple and rapid assay. The Renilla
Luciferase Assay System with the new synthetic Renilla Luciferase Reporter Vectors
can be used as a primary reporting system that yields up to 10x fold greater sensitivity
than firefly luciferase systems.
For high throughput applications, where
several multiwell plates are processed as a single batch, the signal stability of the
standard luciferase reagents is insufficient having a half-life of approximately 5-10
minutes. Furthermore, maximum control of the assay environment requires removal of the
growth medium prior to cell lysis, which is generally not practical for high-throughput
applications using robotic systems. Promega`s Homogenous Luciferase Assay Systems,
Steady-Glo, Bright-Glo and the recently introduced Dual-Glo Reporter Assay
System are particulary suited for researchers batch processing multiwell plates for
high-throughput analysis. These assays yield a sensitive and quantifiable luminescent
signal from the luciferase reporter upon addition of a single reagent directely into the
culture medium containing the cells.
This presentation highlights the
principles and features of each Assay system and introduces a variety of examples for
possible applications.
Reportergen-Systeme finden bei der Erforschung der
eukaryotischen Genexpression und der zellulären Physiologie ihren Einsatz.
Mögliche Anwendungen liegen in
der Analyse von Rezeptoren, Transcriptonsfaktoren, dem intrazellulären
Signaling, dem mRNA Processing und der Proteinfaltung. Das Firefly
Luciferasegen ist für die Verwendungen als Reporter bestens geeignet, da
die Bestimmung des Luciferaseenzymes sehr sensitiv, schnell , einfach durchführbar
und zudem kostengünstig ist. Das Luciferase Assay System von Promega ist in
Bezug auf die Sensitivität als auch auf die einfache Handhabung
konventionellen Assays weit überlegen.
Um Reportergenanalysen noch genauer durchführen zu können
werden heute häufig Dual Reporter Systeme eingesetzt. Der Ausdruck Dual
Reporter bezieht sich auf die gleichzeitige Expression und Analyse zweier
unabhängiger Reporterenzyme in einem Versuchsansatz. Promega’s
Dual-Luciferase® Reporter (DLRTM) ermöglicht die
sequentielle Bestimmung der Firefly-(Photinus pyralis) und der
Renilla-(Renilla reniformis) Luciferase in einer Probe.
Das neue Renilla Luciferase Assay System ist ein sehr
empfindlicher, dennoch einfacher und schneller Assay . In Kombination mit
den neuen synthetischen Renilla
Vektoren wirdbei der Anwendung als primäres Reportersystem eine bis zu
10fach höhere Sensitivität im Vergleich zu Firefly-Luciferase-Systemen
erreicht.
In Hochdurchsatzanwendungen spielt die Halbwertszeit des zu messenden
Signals eine bedeutende Rolle. Standard Luciferase Assays
(Signalhalbwertszeit von 5- 10 min) sind für solche Untersuchungen eher
nicht zu empfehlen. Die homogene Luciferase Assay Systeme Steady-Glo™,
Bright Glo ™ und das neu entwickelte Dual Glo Reporter Assay System von
Promega eignen sich für diese Anwendung hervorragend. Sie erlauben die
Quantifizierung des Luciferase-Signals nach Zugabe eines Reagenzes direkt in
das die Zellen enthaltende Kulturmedium. Die Präsentation geht auf die
Prinzipien sowie die Vorteile der Assays im einzelnen ein und zeigt
Beispiele für mögliche Anwendungen auf.
Dr.
Stefan Ries , MediGene AG,
Martinsried: “Opposing Effects of Ras on p53: Transcriptional Activation
of mdm2 and Induction of p19ARF”
Mdm2 acts as a major
regulator of the tumor suppressor
p53 by targeting its destruction. Here, we showthat themdm2gene is also
regulated by the Ras-drivenRaf/MEK/MAP kinase pathway, in a
p53-independentmanner. Mdm2 induced by activated Raf degrades p53in the
absence of the Mdm2 inhibitor p19ARF.
This regulatory pathway accounts for the observation that cells transformed
by oncogenic Ras are more resistant to p53-dependent
apoptosis following exposure to DNA damage.
Activation of the Ras-induced Raf/MEK/MAkinase may therefore play a key role
in suppressing p53 during
tumor development and treatment. In primary cells, Raf also activates the
Mdm2 inhibitor p19ARF.Levels
of p53 are therefore determined by opposing effects of Raf-induced p19ARF
and
Mdm2.
Nadine Meindl, Institut für Pharmazeutische Chemie, Johann Wolfgang von Goethe
Universität: "Stimulation
der Genexpression durch RORa "
RORa
(retinoid-related orphan receptor alpha) wird aufgrund seiner
Struktur zu der Familie der Nukleären Hormonrezeptoren gezählt. Der
Rezeptor wird als orphan receptor
bezeichnet, da bislang kein physiologischer Ligand eindeutig bestimmt werden
konnte. Es existieren die vier unterschiedlichen Spleißvarianten RORa1-4.
Als Nukleärer Rezeptor ist RORa
im Zellkern lokalisiert und ist dort als Transkriptionsfaktor in die
Regulation der Expression zahlreicher Gene involviert. Der Einfluß auf die
Promotoraktivität wird durch kurze, spezifische DNA-Bindestellen
vermittelt, die als RORa response
elements (RORE) bezeichnet werden. Durch Kotransfektion verschiedener
Promotor-Luciferasegen-Konstrukte mit Expressionsplasmiden der RORa-Isoformen
können über stimulierte Luciferase-Aktivitäten spezifische Effekte der
Isoformen auf die Aktivität der Promotoren gezeigt werden. Durch Klonierung
in Anzahl und Sequenz differierender ROREs vor den Promotor lassen sich
eklatant unterschiedliche Spezifitäten der jeweiligen Isoformen definieren.
Kordula Kautz, Pharmazentrum Frankfurt, Klinikum der
Johann Wolfgang von Goethe Universität: "Luciferase
Reportergenassays als Testsystem für Triple-Helix-bildende Oligonucleotide"
Triple-Helix bildende
Oligonukleotide (TFOs) besitzen die Fähigkeit, nach bestimmten Regeln an
die DNA zu binden und bieten damit die Möglichkeit für sequenz-spezifische
Interaktionen auf der DNA-Ebene. Durch die spezifische Bindung kann eine
selektive Inhibition der Transkription einer Zielsequenz erreicht werden.
Eine Möglichkeit eine stabile Triple-Helix Bildung zu zeigen bietet die
Konstruktion eines Vektors mit einem Luziferase Reportergen und
vorgeschalteter TFO Targetsequenz. Dazu wurde der pGL3-Kontroll Vektor mit
den Restriktionsenzymen Hind III und Nco I geschnitten und mit einer 38 bp
TFO Targetsequenz ligiert. Diese Sequenz stammt aus dem Promoterbereich des
Chemokins MCP-1. In diesem
Konstrukt liegt die Targetsequenz zwischen dem Luziferase Reportergen und
dem SV 40 Promoter. In der lebenden Zelle kann ein TFO an diese Zielsequenz
binden und eine Transkription des Luziferase Reportergens inhibieren. Ziel
soll eine stabile Triple-Helix Bildung sein, die in einer Abnahme Luziferase
Reportergenaktivität messbar ist.
Frank Gaunitz,
Institut für Biochemie, Universität Leipzig: "Verwendung und Optimierung von
Reportergen-Studien am Beispiel der Analyse der spezifischen Regulation des
Glutamin-Synthetase-Gens"
Zur Untersuchung
regulatorischer Ereignisse auf transkriptioneller Ebene entwickelten sich
Transfektionsmethoden und die Anwendungen von Reportergenen in den letzten Jahren zu einem
mächtigen Handwerkszeug, dessen sichere Handhabung eine große Zahl wissenschaftlicher
Erkenntnisse gebracht hat. Obwohl die neuen Methoden von vielen Labors geplant werden oder
bereits Verwendung finden, führen nicht selten Probleme unterschiedlichster Natur zu
Frustration und Fehlergebnissen. Hierfür sind nicht selten schlechte
Transfektionseffizienzen oder Promotorinterferenzen Schuld. Einige dieser Probleme lassen
sich jedoch durch eine Optimierung der verwendeten Transfektionsprotokolle und durch
andere Reportergenkonstrukte, bzw. Referenzplasmide lösen. Am Beispiel unserer
Untersuchungen zur spezifischen Expression des Enzyms Glutamin-Synthetase in Zellen
unterschiedlicher Herkunft werden verschiedene Methoden vorgestellt, mittels derer
Reportergen-Experimente optimiert werden können. Um nur einige Parameter zu nennen,
spielen - neben der Verwendung eines geeigneten Transfektions-Systems - Parameter wie
Zelldichte, Menge an Transfektionsagens sowie das Verhältnis von Agens zu DNA und die
Qualität der DNA eine wichtige Rolle.
Neben diesen
grundlegenden Überlegungen werden verschiedene Strategien vorgestellt, mit deren Hilfe
die Regulation eines Gens unter Verwendung von Reportergenassays analysiert werden kann.
Als Beispiel sei hier der klassische Assay genannt, der dem Auffinden von cis-aktiven
Elementen auf der DNA dient sowie dessen Optimierung durch die Verwendung von
Referenzplasmiden. Daneben werden Strategien vorgestellt, mit deren Hilfe die Natur des
mit den cis-aktiven Elementen wechselwirkenden Faktors hinterfragt werden kann, wie
beispielsweise die gezielte Inaktivierung oder die Koexpression eines Faktors mittels
eines Expressionsplasmides.
Andreas Jung, Pathologisches Institut,
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg: "Usage of luciferase reporter
constructs for studying target genes of b-catenin target genes during colorectal carcinogenesis"
Early during colorectal carcinogenesis the tumor suppressor gene
APC (adenomatous polyposis coli) is mutated in up to 80 % of all sporadic occuring
tumors. Mutations lead to loss of function of APC and as a consequence the oncogene
b-catenin cannot be degraded any more because
APC in cooperation with other proteins- earmarks b-catenin for degradation.
b-catenin binds to LEF/TCF (lymphoid enhancer factor/ T-cell factor)
transcription factors which are members of the DNA binding HMG (high mobility group)
family. These factors recognize specifically the sequence WWCAAAG. To work as a
transcription factor, b-catenin
must be located inside the nucleus of the cells and thus expression of b-catenin target genes is expected in such kind
of cells. Tumor cells with nuclear b-catenin are especially found at the invasion front
-that is the tumor-host interface- of colorectal tumors. One of the genes that are
overexpressed in these cells is the cell cycle inhibitor p16INK4a which
inhibits transition of cells from the G1- into S phase thus arresting the cell
cycle. To show that p16INK4a is a target gene of b-catenin functional experiments employing firefly luciferase reporter
constructs were performed.
My talk will focus on design and performance of luciferase
experiments, how to design experiments investigating the functional role of responsive
elements. Moreover, technical problems and pitfalls which can occur during luciferase
experiments are illuminated.
Claudia Dössereck, Berthold
Detection Systems GmbH, Pforzheim: Messung der Bio- und Chemilumineszenz: Allgemeine
Grundlagen und spezielle Lösungen für Genexpressions-Studien
Die Lumineszenz hat sich in den letzten Jahren
zu einer leistungsfähigen Analysentechnik im weiten Feld der Life Sciences entwickelt.
Die wachsende Zahl der Anwendungen und die Verfügbarkeit kommerzieller Kits definiert
weitgehend die technischen Anforderungen an die in der Forschung oder der Routine-Analyse
eingesetzten Luminometer.
Die Lumineszenz zeichnet sich durch eine hohe
Empfindlichkeit, ein niedriges Hintergrundsignal in den untersuchten Materialien sowie
einen großen Linearitätsbereich aus. Während bei der
Chemilumineszenz Licht als Folge einer chemische Reaktion emittiert wird, ist bei
der Biolumineszenz ein Enzym für die Anregung der lumineszierenden Substanz
verantwortlich. Als Detektor kommt ein Photomultiplier zum Einsatz, der geringste Mengen
Licht in ein elektrisches Signal umwandelt. Zwei Methoden zur Auswertung des Signals
werden angewandt, das Stommessverfahren und das Photon-Counting-Verfahren.
Das von der Probe ausgesandte Licht unterscheidet man hinsichtlich
seines zeitliche Verlaufes in stabile Glow-Type und kurze Flash-Type Reaktionen. Zur
Auswertung des Signals werden die Lichtimpulse integriert oder aber die Kinetik des
zeitlichen Verlaufs analysiert. Doch Luminometer leisten mehr! Sie erlauben es durch die
Kombination mehrerer automatischer Reagenzienzugaben sowie Inkubations- und Meßschritte
sehr komplexe Assays automatisch im Gerät durchzuführen.
Im wesentlichen bestimmt das Probenformat,
Röhrchen bzw. Mikroplatte, das Design der Probenmesskammer eines Luminometers. Weitere
technische Details sind die effektive Gestaltung des optischen Lichtwegs und die
Unterbindung von Cross-Talk-Effekten bei der Auswertung stark leuchtender Proben in der
Mikroplatte. Zur Erfassung kurzer Lichtsignale sowie für eine definierte Ablaufsteuerung
bei der Probenzugabe kommen automatische Reagenzieninjektoren zum Einsatz. Neben der
optimalen Durchmischung der Probe definieren Merkmale, wie flexibel einstellbare
Injektionsvolumina, ein geringes Totvolumen und die Back-Pumping-Option die Anforderungen
an ein Injektionssystem.
In der Präsentation werden spezifische
Gerätekonfigurationen und Softwarelösungen für die Durchführung des Firefly Luciferase
Assays und den Dual Luciferase Reporter Assay (DLR) vorgestellt.
Astrid Kehlen, Institut für Medizinische Immunologie, Martin-Luther-Universität
Halle: "Untersuchungen zur
Regulation von Aminopeptidase N mittels Dual-Luciferase-Reportergen-Assay"
astrid.kehlen@medizin.uni-halle.de
Aminopeptidase N (APN)/CD13 (EC 3.4.11.2) ist eine Metallopeptidase mit einem
Zink-abhängigen aktiven Zentrum. Sequenzvergleiche der geklonten cDNA zeigten, dass APN
und CD13 identisch sind. Das Enzym kann ein breites Spektrum von Oligopeptiden spalten,
wobei bevorzugt neutrale Aminosäuren von einem unsubstituierten N-Terminus freigesetzt
werden. APN/CD13 ist ubiquitär verbreitet und galt lange als myeloischer
Differenzierungsmarker.
Die Kontrolle der Regulation der Expression des APN/CD13-Gens erfolgt durch 2
Promotoren, von denen der entferntere myeloischer Promotor genannt wird und
der nahe dem Transkriptionsstart liegende epithelialer Promotor heißt,
entsprechend ihren Zelltyp-spezifischen Aktivitäten. Zwischen beiden Promotoren befindet
sich ein Enhancer, der sowohl mit dem myeloischen als auch dem
epithelialen Promoter interagieren kann.
Mittels Dual-Luciferase-Reportergen-Assay wurde die Promotoraktivität in lymphatischen
(Jurkat) und myeloischen (K562, U937) Zellen
sowie in Schilddrüsenkarzinomzellen untersucht. Dafür wurden Luciferease-Konstrukte mit
dem myeloischen bzw. dem epithelialen APN/CD13-Promotor, Deletionskonstrukte des
myeloischen Promotors, Konstrukte mit APN/CD13-Promotor und APN-Enhancer sowie mutierte
APN/CD13-Promotor/Enhancer-Konstrukte verwendet. Nach Optimierung der
Transfektionsbedingungen für den jeweiligen Zelltyp und Transfektion des
Firefly-Luciferase-Reportergens und der Kotransfektion der internen Kontrolle
Renilla-Luciferase wurden die transient transfizierten Zellen lysiert
(Dual-Luciferase-Reporter-Assay-System, Promega) und die Reportergenaktivität über
Messung zuerst der Firefly-Luciferaseaktivität und nach Quentschen der
Renilla-Luciferaseaktivität in einem Luminometer (Lumat LB 9507, Berthold) quantifiziert.
Mit Hilfe dieser Methode konnten cis-aktive Elemente im myeloischen Promotor identifiziert
und regulativ wichtige Bereiche im Enhancer charakterisiert werden. Des weiteren konnten
wir die Zell-Zell-Kontakt induzierte APN-Promotoraktivität in Lymphozyten und die TGF-b-stimulierte Promotoraktivität in monozytären Zellen zeigen.
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