Journalisten-Workshop 2005
Zukunft der Genomforschung"
Die Genomforschung mit all ihren Möglichkeiten und Facetten ist ein Gebiet, dessen weitere Entwicklung mit Spannung verfolgt wird – und die Forschungsaktivität ist mehr als dynamisch. Auch unter politischen Gesichtspunkten handelt es sich hier um ein hoch interessantes Themenfeld, dessen Fortschritte im Fokus der Öffentlichkeit stehen sollten.
Auf unserem Journalisten-Workshop „Zukunft der Genomforschung“ am 23./24.11.2005 im Museum EXPLORA, Frankfurt, hatten Sie die Möglichkeit, Einblick in Grundlagen und Spezialthemen rund um die Genomforschung zu gewinnen.
Mit der DNA-Analyse besitzt die Polizei ein unverzichtbares und effektives Instrument zur Aufklärung von Straftaten. Die Neuregelung zur DNA-Analyse, die am 1. November 2005 in Kraft getreten ist, soll die Einsatzmöglichkeiten dieses Instruments praxisorientiert erweitern (Gesetzesänderungen im Überblick). Im Rahmen des Journalistenworkshops „Zukunft der Genomforschung“ am 23./24. November 2005 in Frankfurt am Main waren bei der Podiumsdiskussion „DNA-Analyse“ Experten aus Privatwirtschaft und öffentlichen Einrichtungen eingeladen, über Für und Wider der DNA-Analyse sowie ihrer Auswirkungen auf den Menschen zu diskutieren.
Ihre Referenten
Dr. Klaus Bender
Dr. Klaus Bender ist seit 1998 am Institut für Rechtsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und leitet seit November 2004 die Abteilung Forensische Molekulargenetik. Das Mainzer Institut für Rechtsmedizin zählt zu den wenigen Einrichtungen in Deutschland, die telogene Haarspuren untersuchen können. Ein verbessertes Verfahren ist nun seit etwa einem halben Jahr im Einsatz und hat die Analysen – der Hauptanwendungsbereich ist nach wie vor die Verbrechensbekämpfung – deutlich verbessert.
Dr. Engelbert Precht
Dr. Engelbert Precht ist Geschäftsführer der Medigenomix GmbH, Martinsried. Medigenomix ist ein auf DNA-Analysen spezialisiertes Bioanalytikunternehmen, das aus dem Genzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München hervorgegangen ist. Das Unternehmen ist das größte deutsche Privatlabor für die Produktion von DNA-Profilen für die DNA-Analysedatei des Bundeskriminalamts.
Dr. Harald Schneider
Dr. Harald Schneider ist Leiter der Fachgruppe Biologie / DNA-Analytik der Kriminaltechnik des Hessischen Landeskriminalamtes (HLKA), Wiesbaden. Nach einem Studium der Molekularbiologie und anschließender Promotion am Institut für Molekularbiologie und Tumorforschung in Marburg, wurde er im Jahr 1991 mit dem Aufbau der DNA-Abteilung des HLKA beauftragt. Seitdem wurden unter seiner Leitung näherungsweise 300 Tötungsdelikte allein durch den Einsatz des genetischen Fingerabdrucks aufgeklärt. Seine Fachgruppe mit inzwischen mehr als 30 Mitarbeitern hat sich in den letzten Jahren auf die Bearbeitung von zum Teil Jahrzehnte zurückliegenden, ungeklärten Kapitalverbrechen spezialisiert.