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Fluorescent Dyes
Amin Reactive Fluorophores
Fluoresceine sind die am meisten verwendeten Vertreter der
Amin-reaktiven Fluorophore. Sie verfügen sowohl über sehr gute
Absorptionseigenschaften als auch eine hervorragende
Quantenausbeute und sind wenig anfällig gegenüber Störungen.
(Sie sind jedoch pH-sensitiv und neigen zum Photobleaching.)
Fluoresceine können problemlos an Amin-Gruppen (Lysine)
gekoppelt werden und die Isomerenreinheit der Fluorophore
erleichtert die Interpretation der Daten.
Benzofurazans
Falls Sie für Ihre Experimente eine hohe Umgebungs-Sensivität
benötigen, sind die Benzofurane die Liganden der Wahl. Sie sind
flexibel einsetzbar, da sie mit sekundären Amingruppen und
Thiolen (schwächere Fluoreszenz) reagieren. Dabei zeigt das
NDB-Fluorid eine deutlich höhere Reaktivität als die
preisgünstige Variante NDB-Chlorid.
Biotin SE (Succinimidyl ester)
Der Klassiker unter den Protein-Labels. Der Biotin SE ist
unpolar, ermöglicht jedoch eine effiziente Bindung an das
Zielprotein. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und
reichen vom Biotin-Avidin-System bis zum Aufbau von
Protein-Microarrays.
Calcein AM (Acetoxymethylester)
Der nicht fluoreszierende Calcein AM passiert die Zellmembran
problemlos, durch eine unspezifische Esterspaltung entsteht das
stark fluoreszierende Calcein erst in den Zellen. Daher eignet
sich Calcein hervorragend für Bestimmungen der Zellviabilität
(Zelladhäsion, Chemotaxis).
CTC-MaxxPure Grade
Der ideale Marker für die schnelle und einfache Messung der
Redox-Aktivität von Zellen (z.B. von Tumorzellen). Dabei setzt
der Redox-Farbstoff CTC nach seiner Reduktion das Fluorophor
Formazan frei.
Quenchers
Die klassischen Quencher beim Förster Transfer: DABCYL, DABCYL
SE und DABSYL Chlorid. Sie reagieren mit Aminen und erlauben den
markierten Molekülen einen effizienten FRET mit Donatoren wie
EDANS oder 1,5-IAEDANS.
Rhodamine
Das Baukastensystem für Ihre Protease Assays: Die verschiedenen
Rhodamin-Substrate fluoreszieren nach der spezifischen Spaltung
durch Proteasen und ermöglichen eine schnelle und bequeme
Messung der Aktivität von verschiedenen Proteasen (z.B. Caspasen).
Stains
DiI - ist ein lipophiles Fluorophor und zeigt in
Wasser nur eine geringe Fluoreszenz, in Zellmembranen ist die
Fluoreszenz stärkerer ausgeprägt, wodurch diese sehr effektiv
angefärbt werden können.
DAPI – färbt doppelsträngige DNA an und ist der Klassiker
in der Kernfärbung, aber auch gut für FCS-Untersuchungen an DNA
geeignet.
Hoechst 33342 – ist ein sensitiver DNA-Marker und
besonders für intrazelluläre Messungen zu empfehlen.
JC-1 – fluoresziert als Monomer grün, bildet aber bei
höheren Membranpotentialen J-Aggregate und fluoresziert in
dieser Form rot. Diese Reaktion auf sensible Veränderungen von
Membranpotentialen von Mitochondrien ermöglicht die Erfassung
von apoptotischen Vorgängen.
Thiol Reactive Fluorophore
Thiol-Reaktive Fluorophore dienen meist der Markierung von
Peptiden und Proteinen zur Untersuchung der biologischen
Struktur und Funktion sowie Interaktionen. Diese gut
wasserlöslichen Fluorophore erlauben eine unkomplizierte
Markierung an Cysteinresten:
Fluorescein-5-maleimid – ist photo- und pH-stabil, es
wird besonders für Imaging Experimente verwendet.
5-TMRIA – ist gut zum Labeln von Bestandteilen des
Cytoskeletts geeignet.
SBF-CI – mit dem thiol-reaktive Fluorophor wurden
bisher vor allem GSH oder Insuline markiert.
UV-Excitable Fluorophores
Alle diese Fluorophore werden durch UV-Licht angeregt und können
als Donatoren für FRET-Experimente eingesetzt werden. Neben
dieser Eigenschaft verfügen einzelne Fluorophore über
verschiedene Vorteile:
EDANS – ist vielseitig einsetzbar, da es an verschiedene
Carboxygruppen binden kann (Glutamat, Aspartat, C-Terminus oder
succinylierten N-Termius).
1,5-IAEDNAS – bindet an Thiolgruppen und ist sehr gut für
Ligandenbindungsstudien geeignet.
Coumarine – eine Auswahl verschiedener Coumarine für
spezielle Anwendungen:
7-Hydroxycoumarin-3-carboxylic acid – eignet dich vor allem für
die N-terminale Markierung von Peptiden (schon während
Synthese).
7-Hydroxycoumarin-3-carboxylic acid, succinimidyl ester - wurde
bereits zur Untersuchung der Mannose-spezifischen Bindung von
Lectinen und Präparation von ratiometrischen FRET Proben
verwendet.
Fluorescamine – fluoreszieren erst nach der Kopplung an
Aminosäuren/Peptide/Proteine, und ermöglichen z.B: eine
Markierung von Plasmalipoproteinen in Anwesenheit von gebundenen
Lipiden.
Xanthenes
Xanthene können leicht an Amine gekoppelt werden. Sie sind stark
fluoreszierende Moleküle und können mit gängigen Lasern angeregt
und deren Fluoreszenz durch gängige Filter Sets betrachtet
werden können. Sie eignen sich vor allem für die Markierung von
Oligonukleotiden und Ganglien.
Fluorescein Cadaverine – ermöglichen u.a. die Synthese von
Biopolymeren zur Untersuchung von Zelloberflächenrezeptor
Interaktionen
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