Die Flexi® Vector Systeme bieten eine schnelle,
einfache und zuverlässige Möglichkeit, DNA-Sequenzen
zwischen Vektoren zu transferieren. Verschiedene
Flexivektoren stehen zur Auswahl, die je nach Bedarf
die Expression von N-terminalen bzw. C-terminalen
Fusionsproteinen oder nativen (nicht-getaggten)
Proteinen ermöglichen. Alle Flexivektoren enthalten
das letale Barnasegen. Dieses wird durch das
DNA-Fragment ersetzt und ermöglicht dadurch eine
positive Selektion des Inserts .
Die Flexivektorsysteme sind so konstruiert, dass
keine unerwünschten Aminosäurereste an das Protein
angehängt werden. Die DNA wird direkt in den Vektor
kloniert, der für das gewünschte Expressionssystem
geeignet ist. Ein spezieller Eingangsvektor ist
nicht erforderlich.
Die Flexivektoren enthalten die Schnittstellen der
beiden seltenen Restriktionsenzyme SgfI und
PmeI. Proteincodierende Sequenzen können mit Hilfe
der SgfI- und PmeI-Sites direkt in
andere Flexivektoren überführt werden. Die
Orientierung des DNA-Fragments und der Leserahmen
bleiben dabei erhalten (obere Abb.).Die SgfI-Schnittstelle
liegt upstream des Startcodons der
proteincodierenden Region und erlaubt die Expression
der entsprechenden Proteine. Die PmeI-Schnittstelle
enthält das Stopcodon für die proteincodierende
Sequenz.
C-terminale Flexivektoren (d.h. Flexivektoren,
die C-terminal getaggte Proteine exprimieren)
können als Akzeptoren für DNA-Fragmente anderer
Flexivektoren genutzt werden. Sie besitzen
selbst keine Pme
I-Schnittstelle, sondern eine andere blunt
end-Site, nämlich EcoICR I. Werden die
Pme I und EcoICR I-Schnittstellen durch
Ligation verbunden, wird das Stopcodon in der
neuen Anordnung nicht wiederhergestellt. Die DNA
wird bis zu der Sequenz weitergelesen, die das
C-terminale Fusionspeptid codiert. C-terminale
Flexivektoren sind daher nicht reversibel, d.h.
die proteincodierende DNA kann nicht wieder aus
dem Vektor herausgeschnitten werden. Daher wird
empfohlen, das DNA-Fragment nicht direkt in den
C-terminalen Flexivektor, sondern zuvor in einen
nativen oder N-terminalen Flexivektor zu
klonieren (untere Abb.).