Promega Corporation

Imaging von lebenden Zellen

Um Proteine in lebenden Zellen sichtbar zu machen, werden diese gewöhnlich mit einem Fluoreszenzprotein wie z.B. GFP fusioniert und exprimiert. Bei der Bildung des Chromophors werden bei den Fluoreszenzproteinen vom GFP-Typ reaktive Sauerstoff-Spezies freigesetzt, die für Zellen toxisch sein können. Durch überexpression verstärkt sich dieser Effekt zusätzlich und kann sich nachteilig auf die Zellvitalität auswirken. Weder HaloTag® Fusionsproteine noch die HaloTag® Fluoreszenzliganden haben Einfluss auf die Zellphysiologie oder sind für die Zellen toxisch. Da HaloTag® selbst keine Eigenfluoreszenz aufweist, ist der Zeitpunkt der Detektion frei wählbar.
Im Experiment werden die Fluoreszenz-Liganden direkt ins Kulturmedium gegeben und werden nach einer kurzen Inkubation mikroskopisch analysiert. Darüber hinaus ist die HaloTag® Technologie mit
herkömmlicher Immunozytochemie kompatibel.

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Live Cell Imaging:
Nukleäre Translokation von HaloTag-p65

HeLa Zellen wurden mit dem HaloTag® Protein transfiziert, das mit der p65 Untereinheit des Transkriptionsfaktors nuclear factor κB fusioniert ist. Zellen wurden mit dem HaloTag® TMR Liganden (5 µM, 15 min) inkubiert, mit MEM/FBS gewaschen und mit TNF-α (20 ng/ml) stimuliert. Bilder wurden alle 5 min mit dem Olympus FV500 Konfokalmikroskop über einen Zeitraum von 2 h aufgenommen.


Färbung von lebenden Zellen mit HaloTag® TMR Ligand und anschließende Fixierung.
HEK 293 Zellen wurden mit einem HaloTag® Protein stabil exprimiert, das mit einer nukleären Lokalisationssequenz fusioniert ist. Diese und Kontrollzellen wurden mit HaloTag® TMR Ligand inkubiert. Nach Waschen wurden die Bilder mit einem Konfokalmikroskop oder einem Epifluoreszenzmikroskop mit den entsprechenden Filtersets aufgenommen. Abgebildet ist die Fluoreszenz (obere Reihe) oder DIC mit Fluoreszenz überlagert (untere Reihe). Man erkennt, dass die Färbung der stabil transfizierten Zellen lediglich auf den Zellkern beschränkt ist, während die Zellkerne der Kontrollzellen ungefärbt bleiben. Die anschließende Fixierung hat keine signifikanten Einflüsse auf die Fluoreszenzsignale der Proben.


Live Cell Imaging eines Zellmembranproteins.
HEK 293 Zellen wurden mit einem HaloTag®-ß1-Integrin Fusionsplasmid stabil transfiziert. Diese wurden mit dem HaloTag® Alexa Fluor® 488 Ligand inkubiert und die Lokalisation des Fusionsproteins per Konfokalmikroskopie mit dem entsprechenden Filterset detektiert. (A) Fluoreszenzaufnahme, (B) DIC mit Fluoreszenz überlagert. Die Abbildungen zeigen deutlich, dass das Fusionsprotein ausschließlich auf der Zellmembran lokalisiert ist.


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