Seit über 25 Jahren wird RNasin®
weltweit als Standardreagenz in molekularbiologischen Laboratorien
eingesetzt. RNasin® eignet sich für
zahlreiche Anwendungen, bei denen der Schutz von RNA vor allgegenwärtigen
RNasen von Bedeutung ist. Das 50 kDa große Protein inhibiert RNase A, B und
C sowie humane placentale RNase in nichtkompetitiver Weise durch Bindung im
Verhältnis 1:1. Andere RNasen und modifizierende Enzyme wie Reverse
Transkriptasen werden nicht inhibiert. Diese Eigenschaften von RNasin®
führen zu erhöhter Ausbeute bei RNA-Extraktionen und besserer Performance
von RT-PCR, cDNA-Synthese, Microarrays und in vitro
Transkription/Translation. Recombinant RNasin®
ist ein rekombinantes Protein aus E. coli.
Seit einigen Jahren ist RNasin®
Plus bei Promega erhältlich. Unsere Wissenschaftler haben es so
optimiert, dass es stabiler gegen Oxidation und Hitze ist als natives RNasin®,
was ihm eine höhere Stabilität und Lebensdauer verleiht. Dadurch ist es
besonders geeignet als Additiv bei der Langzeitlagerung von RNA-Proben und
zum Einsatz in RT-PCRs mit höheren Denaturierungs-Temperaturen.
Recombinant RNasin® RNase
Inhibitor
- Beständig: Schützt Ihre RNA schon bei der Lagerung
- Flexibel: Kompatibel mit allen RT-Reaktionen und Real-Time
Anwendungen
- Besser: Höhere Sensitivität in der Real-Time PCR
Weitere Informationen
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RNasin® Plus RNase Inhibitor
- Stabiler: Unempfindlich gegen Oxidation
- Ideal: Für RT-reaktionen bei hohen Temperaturen
Weitere Informationen
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Häufig gestellte Fragen zu RNasin® Plus RNase Inhibitor und RNasin®
RNase Inhibitor
Was ist RNasin® Ribonuclease Inhibitor und wie wirkt er?
RNasin® Ribonuclease Inhibitor (Kat.Nr. N2111, N2115),
entwickelt von Promega, inhibiert ein breites Spektrum von RNasen. Er
verhindert die Degradation von RNA in einer Vielzahl von Anwendungen, wo
Kontaminationen mit RNasen vorkommen können.
RNasin® Ribonuclease
Inhibitor ist ein 50kDa Protein, dessen inhibitorischer Effekt durch starke
nichtkovalente Bindung (k>1014) an RNasen im Verhältnis 1:1
zustande kommt.
Was ist der Unterschied zwischen RNasin® Ribonuclease Inhibitor und
Recombinant RNasin® Ribonuclease Inhibitor?
Die beiden Produkte unterscheiden sich nicht in ihrer
Anwendung, da der Unterschied nur im Ursprung des Proteins liegt. RNasin®
Ribonuclease Inhibitor (Kat.Nr. N2111, N2115) stammt ursprünglich aus
humaner Placenta und wird immer noch aus dieser natürlichen Quelle isoliert.
Der Recombinant RNasin® Ribonuclease Inhibitor (Kat.Nr. N2511, N2515) wurde
von Promega entwickelt, um eine noch bessere Reinheit und gleichbleibende
Qualität zu erhalten. Da das Protein aus E. coli gewonnen wird,
enthält es keine Spuren von humaner DNA, was bei bestimmten Applikationen
problematisch sein könnte.
Was ist RNasin® Plus RNase Inhibitor? Was sind die Eigenschaften dieses
Ribonuclease Inhibitors?
RNasin® Plus RNase Inhibitor ist ein rekombinanter
Säugetier-RNase Inhibitor, der als lösliches Protein in E. coli
exprimiert wird. Aufgrund natürlicher Aminosäurediversität zeigt RNasin®
Plus RNase Inhibitor (Kat.Nr. N2611, N2615) im Vergleich zum humanen RNasin®
eine erhöhte Stabilität gegenüber Oxidation. Bei der Entwicklung von RNasin®
Plus RNase Inhibitor konnten unsere Wissenschaftler die andauernde
Inhibierung von RNasen nachweisen, sogar oberhalb der normalen
Denaturierungstemperatur des RNasin® Plus Moleküls. Eine Mischung von
RNasin® Plus und einer reinen RNase, wie RNase A, kann für 15 min auf 70°C
erhitzt werden, und die RNase A Aktivität kehrt nach dem Abkühlen auf
Temperaturen wie in einer RT-Reaktion nicht zurück. Es wurde gezeigt, dass
RNasin® Plus auch in einer komplexen Mischung aus RNasen wie in einem
Extrakt aus Rattenleber (Sigma Kat.Nr. L1380) auf diese Weise wirkt.
Rattenleber enthält mindestens vier Ribonukleasen (Zhao, W. et al. (1998)
Biochim. Biophys. Acta 1384, 55-65). Bei der Inkubation von 100ng or 10ng
Templat-RNA mit einer Mischung aus Rattenleber-RNasen und RNasin® Plus RNase
Inhibitor, die zuvor 15 min auf 70°C erhitzt wurden, für 1 h bei 37°C konnte
keine RNase-Aktivität detektiert werden.
Wodurch ist RNasin® Plus RNase Inhibitor stabiler gegen Oxidation als
natives oder rekombinantes RNasin®?
Zwei Cysteinreste im humanen Protein wurden als besonders
anfällig für Oxidation identifiziert. Sie reagieren zu einer Disulfidbrücke,
welche das aktive Zentrum des Inhibitors blockiert (Kim, B.M. et al. (1999)
Protein Sci. 8, 430-4.). RNasin® Plus RNase Inhibitor kann diese
Disulfidbrücke durch natürliche Aminosäurediversität nicht ausbilden.
Welche Nukleasen und Polymerasen werden von RNasin® Ribonuclease
Inhibitor inhibiert, welche nicht?
Zusammenstellung der Effekte von RNasin® Ribonuclease
Inhibitor auf ausgewählte Nukleasen und Polymerasen:
Inhibiert:
RNase A, RNase B, RNase C, Human placental RNase,
Angiogenin
Inhibiert nicht:
RNase T1, S1 Nuclease, RNase aus
Aspergillus, RNase H, RNase ONE™ Ribonuclease, Taq DNA
Polymerase, AMV or M-MLV Reverse Transcriptase, SP6, T7, oder T3 RNA
Polymerase
Welche Anwendungen sind mit RNasin® Plus RNase Inhibitor kompatibel?
RNasin® Plus RNase Inhibitor wurde getestet in RT-PCR und
ist kompatibel mit den Reversen Transkriptasen AMV, M-MLV und ImProm-II™ und
den DNA Polymerasen Taq und Tfl. RNasin® Plus RNase Inhibitor eignet sich
auch zum Einsatz in der quantitativen (real-time) RT-PCR (getestet mit
TaqMan® Assay). Der neue Inhibitor ist außerdem kompatibel mit dem
Riboprobe® System zur in vitro Transkription mit T3, T7 oder SP6
RNA Polymerase. RNasin® Plus RNase Inhibitor kann auch im Wheat Germ Extract
und Rabbit Reticulocyte Lysate für in vitro Translation aus einem
RNA-Templat sowie im TNT® Wheat Germ und TNT® Reticulocyte Lysate System zur
gekoppelten in vitro Transkription/Translation verwendet werden.
Ist RNasin® Plus RNase Inhibitor effektiver als natives oder
rekombinantes RNasin?
RNasin® Plus RNase Inhibitor (Kat.Nr. N2611, N2615) ist von
Natur aus resistenter gegen Oxidation, was zu einer gesteigerten Effizienz
führt, z.B. die dauerhafte Inhibierung von RNasen bei höheren Temperaturen.
Als in E. coli exprimiertes Protein wird RNasin® Plus durch
Kombination einfacher chromatographischer Methoden aufgereinigt. Eine
spezielle Affinitätschromatographie ist nicht notwendig. Dadurch erhält man
Protein mit einer Reinheit von über 90% ohne Verunreinigungen durch E.
coli RNasen. Die Wirkungsweise von RNasin® Plus entspricht jedoch dem
von nativem oder rekombinantem RNasin®. Dieser Mechanismus ist die
Inhibierung durch nichtkovalente Bindung im Verhältnis 1:1 von RNasin® an
RNasen.
Unter welchen Bedingungen ist der RNasin® Ribonuclease Inhibitor aktiv?
Welche Reaktionsbedingungen sollten vermieden werden?
RNasin® Ribonuclease Inhibitor (Kat.Nr. N2611, N2615) ist
aktiv in einem weiten Bereich von Reaktionsbedingungen von pH 5-8 (höchste
Aktivität bei pH 7-8). Während DTT den RNasin® Ribonuclease Inhibitor bei
Langzeitlagerung stabilisiert, ist es nicht nötig für die Aktivität von
RNasin®.
Im allgemeinen sollten alle Reaktionsbedingungen vermieden
werden, die zur Dissoziierung des RNasin® Ribonuclease
Inhibitor-RNase-Komplexes führen, sowie Bedingungen, die zur Denaturierung
von RNasin® Ribonuclease Inhibitor, aber nicht von RNasen führen. Dies sind
u.a.: Temperaturen >50°C, Gegenwart von Harnstoff, SDS oder anderen
denaturierenden Substanzen.
Wie kann ich die Eigenschaften von RNasin® Plus RNase Inhibitor nutzen,
um meine RNA-Template besser zu schützen?
Viele Protokolle einschließlich dem des ImProm-II™ Reverse
Transcription System empfehlen einen initialen Hitzeschritt zur
Denaturierung des RNA-Templats in der Gegenwart von RT-Primern für 5-10 min
bei 70°C, gefolgt von einer schnellen Abkühlung auf Eis. Dieser Schritt
bricht Sekundärstrukturen im RNA-Templat auf, um eine höhere Sensitivität
bei der RT-PCR zu erreichen.
Bei der Entwicklung des RNasin® Plus RNase
Inhibitor, haben die Wissenschaftler von Promega eine fortwährende
Inhibierung der RNasen gefunden, sogar oberhalb der normalen
Denaturierungstemperatur von RNasin® Plus. Eine Mischung aus RNasin® Plus
und reiner RNase, z.B. RNase A, kann für 15 Min auf mind. 70°C erhitzt
werden, ohne dass die Aktivität der RNasen bei den niedrigeren Temperaturen
der RT-Reaktion wieder auftritt. Aufgrund dieser Eigenschaft von RNasin®
Plus RNase Inhibitor, kann man ihn schon in diesem Schritt zugeben, um das
RNA-Templat bei der Denaturierung zu schützen. Alle RNasen, die zu diesem
Zeitpunkt vorhanden sind, werden inhibiert. Trotzdem sollte man danach noch
einmal RNase-Inhibitor zugeben, um vor neu eingebrachten RNasen, z.B. aus
Pipetten oder Reaktionskomponenten zu schützen.
Welche Vorteile bietet RNasin® Plus RNase Inhibitor in RT-Reaktionen bei
höheren Temperaturen?
Die Fähigkeit von RNasin® Plus RNase Inhibitor (Kat.Nr.
N2611, N2615), RNasen sogar bei Temperaturen zu binden, bei denen es alleine
denaturieren würde, ist eine sehr nützliche Eigenschaft. Diese gewährleistet
den Schutz vor RNasen bei der Erststrangsynthese bei hohen Temperaturen
(50°C) aus Templaten mit anspruchsvoller Sekundärstruktur.